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Die REFORMIERTE KIRCHE von ANDIJK

Jeden Sonntag Gottesdienste um 10 Uhr

Anno Domini 1930

Dieser Bau ist einer der auffallendsten Bauten unter den reformierten Kirchen in den Niederlanden. Die Kirche hat eine architektonisch-geschichtliche Bedeutung. Sie stellt einen Höhepunkt expressionistischer Kirchenarchitektur dar und hat außerdem auch sozial-geschichtlichen Wert. Die Kirche ist eine der Versammlungsstätten der ‘Kleinen Leute’ aus dem vorigen Jahrhundert. Der Architekt Reitsma betrachtete dieses Bauwerk als Gipfel seiner Leistung. Weitere von ihm gebauten Kirchen, standen, in Appingedam, Groningen, Leeuwarden, Kollum und Weesp. Reitsma erhielt den Auftrag zum Bau eines Gotteshauses mit Sitzplätzen für 1200 Zuhörer.

ARCHITEKTONISCHE EINZELHEITEN

Während der zwanziger Jahre erlebte die Andijker Blumen-zwiebelwirtschaft eine Blütezeit, somit waren reichlich finanzielle Mittel verfügbar. Obgleich das Bauvorhaben ursprünglich auf 100.000 Gulden angesetzt worden war, erreichte die Endsumme, manchem Fehlschlag zur Folge, die für die damalige Zeit stolze Höhe von 180.000 Gulden. Die Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre erschwerte die Beschaffung der benötigten Gelder, die zugesagt waren.Am 25. Juli 1929 wurde der erste Stein gelegt und am 3. September 1930 konnte man die Kirche feierlich in Gebrauch nehmen.

Beachtenswert ist, dass die Kirche auf 275 Pfählen von 13 m Länge ruht, von denen sich allein schon 56 unter dem Turm befinden. Der ganze Bau ist 60 m lang, das Schiff ist 23 m hoch, 25 m lang und 21 m tief. Der Turm ist 45 m hoch, hat einen beleuchteten Uhrwerk und wird von einer Turmspitze gekrönt. Die Glocke trägt die Randschrift: “ERE ZIJ GOD”(Ehre ei Gott) und wiegt 1500 kg. Im Jahr 1978 wurde hinter der Kirche ein großer Saal angebaut, unter dem sich drei weitere Räume befinden. Nebenräume, Turm, Schiff und Pfarrhaus bilden eine Ganzheit. Jedes der Gebäudeteile hat ein aufstrebendes, spitzes, mit Schiefern gedecktes Satteldach.

Der Bau hat ein Betongerippe und seine Mauern sind aus dunklen, hartgebrannten Ziegelsteinen errichtet. Unter anderem durch Anwendung einer bestimmter Anzahl von Mauertechniken, erzielte man ein schönes Bild. An den Ecken des Hauptgebäudes stehen Strebepfeiler mit rundbogigen Durchgängen. Der Giebel mit dem Haupteingang ist sehr bemerkenswert: er ist eine Komposition einander überschneidender Dreiecke mit derselben Grundlinie. Das erste Dreieck bildet der Eingang, das letzte ein Treibhaus ähnlicher Aufbau. Das Ganze vermittelt einen leicht futuristischen Eindruck. Wenn sie durch den Haupteingang den Kirchensaal betreten, sehen Sie an der Ostseite das liturgische Zentrum und darüber die Orgel. Die Bänke sind im Halbkreis um die Kanzel gruppiert. Auf beiden Seiten der Eingangshalle führen Treppen zu den Galerien.

Die Buntglasfenster im unteren und oberen Bereich der Kirche, zeigen Motive aus Handel, Technik, Landwirtschaft und Schifffahrt. Der Kirchenraum wird von einem komplizierten parabolischen Gewölbe überspannt. Die Ansätze des Gewölbes sind mit Holztäfelchen in vielfaltigen Form- und Farbzusammen-stellungen verkleidet. Die Deckenmalerei setzt dieselben Motive fort, die Farben sind jedoch mit dunklem Firnis behandelt worden.

Im Jahr 2010 ist eine umfangreiche Renovierung in Angriff genommen worden. Diese Erneuerung ist abgeschlossen Frühjahr 2015.

FÜR BESICHTIGUNG GEÖFFNET

Im Juni am Donnerstagvon 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr
Im Juli und Augustam Dienstag und Donnerstagvon 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr
Eintritt frei!

The REFORMED CHURCH of ANDIJK-NL

Every Sundayworship service at 10.00 a.m.

Anno Domini 1930

This church is one of the most prominent buildings of the Reformed denomination, which came into being in the late 19th century. From a church-historical point of view, the building is particularly important and may be called a highlight, in the expressionistic style. It also marks a milestone of social history, symbolizing the growth of the Dutch Reformed Church after its start with the small churches of the ‘Minor People’, as they were called in the first decades of their independent lives. The architect, Mr. Reitsma, saw this church as his best design. Other churches, designed by him are to be found in Appingedam, Groningen (where he lived) Leeuwarden, Kollum and Weesp (this last church was destroyed by a fire.) He had been commissioned to build a church that could seat 1200 people, on a budget of 100.000 guilders including the tower. The financial funds were ample in those days, for Andijk’s bulb-growing business was flourishing. Financial setbacks pushed the final figure up to 180.000 guilders, which was an enormous sum of money at the time. 0n July 25, 1929 the first foundation stone of the church was laid and on September 3, 1930 the congregation celebrated its coming into use. In the meantime the international economic crisis had largely reduced the bulb-export, which made it rather difficult to raise the necessary funds.

A FEW PARTICULARS OF THE BUILDING

This remarkable building is supported by 275 poles, which were driven into the soft ground till they hit a solid part of the soil,) of 13 m each, 56 of which support the tower. The entire block of buildings measures 60 m. The church alone is 23 m high, 25 m long and 21 m wide. The tower is 45 m high, has an illuminated clockwork and is crowned by a spire. The clock weighs 1500 kg and has an inscription on its edge, reading “ERE ZIJ GOD” (Glory be to God). In 1978 a large annex was built behind the church, with three small rooms underneath. In 1984, most of the roof and the slates had to be renovated. The buildings were constructed from a concrete frame. The walls are laid of a special type of dark and hardened brick, called cinder brick. In the masonry a number of special and beautiful bonds were used. The corners of the building have buttresses with arched passages.
The entrance-wall is quite remarkable: a composition of crossing tri-angles, all with the same basis, and ending in a glass part, reminding of a glass-house. When you enter the church through the main-entrance, you face the liturgical Centre. Right above it is the organ. The pews are in a semicircle around the pulpit. On two sides of the main entrance staircases lead to the galleries.In the walls there are two rows of stained-glass windows, depicting scenes of commerce, technology, agriculture, shipping, etc. The central room is arched over with an intricate, parabolic dome, the springing-points of which are marked by a pattern of wooden blocks, painted in bright colors. The ceiling has been painted in the same colours, though here meant to fade away.

In 2010 started an enormous renovation. This renovation is completed Spring 2015.

OPEN FOR VIEWING

In June on Thursdaysfrom 14.30h to 16.30h
In July and Auguston Tuesdays and Thursdaysfrom 14.30h to 16.30h
Admission free!